Infektionsprävention und -kontrolle – Die Erfahrungen in Portugal

Schaffung einer Kultur des Bewusstseins und des Handelns – Dr. Cristina Nunes, Dr. med., FICE Bragança Hospital, Portugal.

Nosokomiale Infektionen fordern eine hohe Anzahl an Menschenleben. Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt, dass jährlich etwa 3,2 Millionen Patienten in Akutkrankenhäusern in der Europäischen Union/im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) und in Kroatien von mindestens einer nosokomialen Infektion betroffen sind.1

Im Zeitraum 2011-2012 war die Prävalenz nosokomialer Infektionen in Portugal höher als im europäischen Durchschnitt (10,5 % gegenüber 6 %).1 Als Gegenmaßnahme riefen das nationale portugiesische Gesundheitswesen und das Gesundheitsministerium 2015 ein nationales Schwerpunktprogramm ins Leben2 : „Krankenhausinfektionen STOPPEN“. Ziel des Programms war es, nosokomiale Infektionen und antimikrobielle Resistenzen zu verringern, sowie den Einsatz von Antimikrobiotika zu verstärken. Das Programm umfasste 12 Gesundheitszentren (19 Krankenhäuser) mit der Aufgabe, die Zahl der Infektionen innerhalb von drei Jahren (2015-2018) um 50 % zu senken.3

In diesem von BD gesponserten Webinar stellte Dr. med. Cristina Nunes das Programm und seine Erfolge vor.

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Verweise

1 European Centre for Disease Prevention and Control. Point prevalence survey of healthcare-associated infections and antimicrobial use in European acute care hospitals. Stockholm: ECDC; 2013. 

2 Portuguese Ministry of Health, Office of the Assistant Secretary of State, Order no. 15423/2013. Date of publication: 18 November 2013. 

3 Fundação Calouste Gulbenkian (Calouste Gulbenkian Foundation). Executive Committee Challenge STOP Hospital Infection at https://gulbenkian.pt/wp-content/uploads/2018/05/desafio_infecoes_web.pdf. Date of publication: May 2018. 

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